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Gnostischer Einweihungsgeist


In the Master's own words

"Meine lieben Brüder, auf diesem Weg existieren schmerzvolle Prozesse, sehr schmerzvolle; derjenige der erfolgreich beginnen will, muss mit einigen physischen Entsagungen anfangen, sich disziplinieren...

In meiner jetzigen Existenz begann ich durch ganze Länder hindurch zu Fuß zu gehen, ohne Fünf Cent in der Tasche zu haben. Ich schlief in meinen eigenen Lumpen um der Plage die Stirn zu bieten. Wenn ich in die Dörfer ohne Geld gekommen bin, und mir unter den Vordächern der Häuser einen Platz suchte (wenn sie diese Vordächer hatten, denn die Bauweise ist bereits so grausam geworden, dass einem bei Regenwetter nichts übrig bleibt als es zu ertragen und durchzuhalten; das ist die Grausamkeit dieser Zeit!)...

Und ich beschwere mich nicht ohne Geld durch ganze Länder gelaufen zu sein, ich beschwere mich nicht in Stürmen und Orkanen gelitten zu haben, in Dörfer zu gelangen wo niemand mich kannte, ohne einen Cent in der Tasche...so begann ich eben, und es nützte mir viel. Ich begann auf eine natürliche Art und Weise; mein Vater, der im Geheimen weilt, wollte dass ich so beginne, und ich tat es so; andere mussten auch so beginnen, weil ihr Guru es zu ihrem Wohle so einrichtete

Der Prozess der Auflösung des Egos kostet uns viel Blut, und mit dem Blut des Herzens müssen wir unsere Füsse waschen, wenn wir wirklich rein werden wollen. Die intime Selbstverwirklichung des Seins ist sehr schwierig, ja schwierigst! Man muss durch schreckliche Qualen schreiten: viele Male muss man auf das am meisten Geliebte verzichten, man muss bereit sein dass Liebste zu verlieren und – ich wiederhole – seine Füsse mit dem Blut des Herzens reinigen.

Es ist notwendig sich in etwas Neues, etwas Bestimmtes zu verwandeln; sogar die persönliche Identität muss man aufgeben. Das bedeutet, dass wir eines Tages für uns selbst gestorben sein werden, da wir uns in etwas ganz anderes verwandelt haben.

Wir müssen uns ändern, anders werden, uns radikal verändern; aber wie sollen wir uns vollkommen ändern, wenn wir unsere aktuelle Identität aufrechterhalten?

Auch ich musste mich am Anfang an diese schwierige Disziplin halten; mein Vater, der im Geheimen weilt, wollte es so. Damals verstand ich es noch nicht; erst zu einem viel späteren Zeitpunkt verstand ich es: Er verfolgte mit mir denselben Ablauf, den bereits alle "Gurujis" vergangener Zeiten auch suchten, indem sie ihre Schüler zu Beginn diesen schwierigen Prüfungen aussetzten. Und fraglos waren jene, die diese bestanden haben, ausgezeichnete Schüler..."

Jeder Mensch muss sich einmal im Leben entscheiden, ob er sich hingibt, um alles zu riskieren und zu triumphieren, oder ob er nur dabei zusieht, wie andere den Schritt der Erfolgreichen wagen.